Oscars 2011 - Das F-Wort als HöhepunktEs war schon alles gut und richtig, was die Academy of Motion Pictures and Sciences gewählt hat in der Nacht von Sonntag auf Montag: vier wichtige Oscars für “The King’s Speech”, vier in Technikkategorien für “Inception”, drei für “The Social Network”. Dazu die beiden Hauptrollen-Oscars für die verdienten Favoriten. Und vermutlich haben sich die leer ausgegangenen Coens kaum geärgert, waren die zehn Nominierungen für “True Grit” schon Lob genug. Was das Ganze einigermaßen zäh machte, war die Wahl der Gastgeber. Als James Franco schon beim Aufwärm-Interview nullkommanichts zu sagen hatte, ahnte man: Der als Host - das geht daneben. Und so führte Franco zusammen mit seiner reizenden Partnerin Anne Hathaway vollkommen harmlos durch den Abend, selbst der Auftritt des 94-jährigen Kirk Douglas war da lebhafter. So geriet zum skurrilen Höhepunkt der Ausrutscher in der Dankesrede von Melissa Leo (Nebenrollen-Oscar für “The Fighter”), der ein “Fucking” rausrutschte. Hübsch auch die Reaktion von Christian Bale (Nebenrollen-Oscar ebenfalls für “The Fighter”), der in seiner Dankesrede raunte, er werde auf diesen Begriff verzichten, er habe ihn ja in der Vergangenheit genug benutzt - eine hübsche selbstironische Anspielung auf sein weltweit bekannt gewordenes Ausflippen am Set. Und was die Moderation angeht: Wahrscheinlich ging den Veranstaltern nach Ricky Gervais’ bösem Auftritt bei den Golden Globes die Düse, und deshalb wurden die braven Hathaway und Franco verpflichtet. Wir aber können nur rufen: Jon Stewart, komm zurück!
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