Demokraten allein zu HausDie Democrats Abroad Berlin sind sehr aufgeregt. Nächste Woche kommt Barack Obama nach Berlin (wie aufmerksame zitty Leser, äh, schon bemerkt haben sollten). Es muss schwierig sein, hier in der Europa-Pampa sich mit kargen monatlichen Treffen zu langweilen, während in den USA die Kampagne richtig abgeht. Nun aber. Nun kommt der Mann selbst und will sogar seine einzige europäische Rede hier auf der Türstufe halten! Gestern sammelten sich die Demokraten im Max & Moritz, um eine Lesung des Journalisten Steve Kettmann aus seinem Buch „A Letter to the New President“ zu hören und sich auf Obamas Besuch vorzubereiten. Kettmann hat das Buch aus Interviewen mit dem ‚liberalen’ (amerikanisch bestimmt) und ältestgedienten Senator Robert Byrd geschrieben. Laut ihres weisen Rats sollte der neue Mr. President etwa „die Wiederbelebung der Meinungsfreiheit gewährleisten.“ „I don’t envy you, Mr. President“ sagt Byrd. Nein, wir auch nicht, obwohl die meisten im Raum scheinen dennoch zu glauben, dass Obama es wenigstens ausprobieren dürfen sollte. Deswegen wollen die Demokraten in Berlin, die noch unabhängig von der Obama Kampagne sind, Barack helfen. Ein einziges, winziges Problem: sie wissen gar nicht, wann er kommt. Sie haben absolut gar keine Infos zu seiner Fahrt, so Vorsitzende Michael Steltzer. Die Obama Kampagne bleibt stumm und bestätigt sogar nicht den Termin 24.Juli. Gestern hatte Kimberly Reed, die Beraterin der Americans Abroad Gruppe der Obama Campaign, kommen sollen, hat aber wegen des absichtlichen Schweigens kurzfristig abgesagt. Die Democrats Abroad sind wie Kinder, die ihren Vater beeindrucken wollen. Er lässt sie aber nicht rein. Nur ein „aufregendes“ Bröckchen haben sie gestern von der abwesenden Kimberly Reed gekriegt – „Helfer werden zum Event dringend gebraucht, vor allem bei der Wählerregistrierung und Flyer-Aufteilung! Nur, wir wissen nicht wann…“ Zoe Jewell
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