Fernsehen am Wochenende: “How I Met Your Mother”Der US-Sitcom “How I Met Your Mother” lief ein Ruf wie Donnerhall voraus: Das neue “Friends” sei das, die lustigste und romantischste Sitcom aller Zeiten, schnell, komisch, modern, brillant besetzt, mit Gaststars, die einfach nur großartig sind und sich selber fabelhaft auf die Schippe nehmen. Es geht um eine etwas länger angelegte Geschichte, in der ein Vater im Jahr 2030 seinen beiden Kindern erzählt, wie er zum Beginn des Jahrhunderts seine zukünftige Frau und große Liebe getroffen hat. Mittlerweile läuft die Serie in den USA im dritten Jahr und Mutter ist noch nicht einmal aufgetaucht. Kritiker bescheinigen HIMYM (wie die Serie liebevoll genannt wird), sie vermittle ein sehr genaues und überaus witziges Bild der modernen Großstadtmenschen und ihrer bizarren Paarungsrituale. Pro 7 hat diese Wunderserie nun gekauft und versendet sie im Sonnabendnachmittagsprogramm. Wer die deutsche Synchro gesehen hat, weiß warum. Schon bei “Heroes”, dem letzten TV-Hit aus den USA, kräuselten sich bei der deutschen Fassung die Fußnägel auf. “HIMYM” ist eher noch etwas schlechter geworden: Das Tempo des Originals fehlt völlig, vermutlich wurde das Synchronstudio extra dafür bezahlt, alle witzigen Dialoge platt zu machen. Das Ganze ist so lieblos geworden, dass man wirklich nur zwei Tipps geben kann: Entweder auf DVD oder Download umsteigen.
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