AMOKLAUF UND COMICVERKAUFDas Heft im Zeitungsformat ist bereits im Februar erschienen und hat bisher niemanden gekratzt. Berlins Comiclegende Rainer Engel hatte mich vor 14 Tagen mal darauf aufmerksam gemacht, gestern auf der Buchmesse in Leipzig nun hat mir „Spiegel-Online“-Kollege Stefan Pannor ein Exemplar in die Hand gedrückt. Was für ein öder, blöder Trash!. Eher belustigt hatte Andreas Platthaus DOW in seinem Blog rezensiert (http://faz-community.faz.net/blogs/comic/archive/2009/02/26/macht-unseren-schund-billiger.aspx). Eigentlich hätte man dem nichts mehr hinzufügen müssen. Anlässlich des Schulmassakers im schwäbischen Winnenden, müssen jetzt aber bei den Autoren und Zeichnern von DOW die Dollarzeichen in den Augen aufgeleuchtet haben. Keine Ahnung, ob der Täter den Punkercomic gelesen hat. Geradezu verzweifelt versuchen die DOW-Verantwortlichen jetzt in Blogs und auf Internetforen eine Verbindung herzustellen zwischen dem Protagonisten ihrer Geschichte und dem Täter im realen Leben. Das ist ja dann doch das Schöne im Kapitalismus: Der eine sorgt für eine Bankpleite, ein anderer macht mit Gammelfleisch Profit und Punker versuchen mit Amokläufen Kohle zu machen. Geld kennt Gottseidank keine Moral.
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