Aufwiedersehen NemoEine Woche Achterbahn, von Horror zu Hoffnung: Man kann sich ja nur wundern, wie sehr das Thema Klimawandel in diesem Wahlkampf fehlt. Nicht weil es die Wähler nicht interessiert, sondern weil die große Koalition dem Thema lieber aus dem Weg geht (Nachzulesen beim Spiegel). Dabei können wir schon mal anfangen, den Riffen der Welt Aufwiedersehen zu sagen, die werden nämlich mit riesiger Wahrscheinlichkeit verschwinden, sagen Experten - auch wenn im Dezember ein hartes Abkommen in Kopenhagen geschlossen wird. (Nachzulesen beimGuardian) Der Widerstand gegen die Trägheit der “Klimakanzlerin” Angela Merkel und anderer Politiker wächst aber - weltweit. Das charmanteste Projekt heißt wohl 350.org, hier sind schon 1409 Aktionen in 109 Ländern der Welt für den 24. Oktober registriert. Alle demonstrieren dafür das weltweite Co2-Niveau wieder auf 350 ppm abzusenken. ( Die Welt steht aktuell schon bei 387 ppm.) Auf den Malediven wird der Präsident mit 350 Tauchern unter Wasser demonstrieren, in Barcelona werden 350 Paellas in Solarkochern gekocht und die ersten Aktionen werden auch in Deutschland geplant. Noch mehr Grund zur Hoffnung: Letzte Woche stellte am Pariser Platz der britische Lord Nicholas Stern sein neues Buch vor “The Global Deal”, indem er beschreibt, wie die Klimawende noch geschafft werden kann. Nicholas Stern ist nicht irgendwer, sondern Autor des Stern-Reports der britischen Regierung - eine klare Rechnung die zeigte: Nichts gegen den Klimawandel zu tun ist äußerst teuer, die Öko-Wende kostet aber nur ein Prozent des Bruttosozialprodukts. Der Report öffnete vor allem der Finanzwelt und der Weltwirtschaft die Augen. Was erstaunlich ist: Auch ein hoher Regierungsberater wie Nicholas Stern unterscheidet sich bei den Zielen nicht mehr von den Internet-Graswurzelaktivisten wie 350.org. Bei seiner Buchvorstellung fragten wir ihn, was er vom Reduktionsziel 350 Teile CPO2 pro Millionen Teile der Atmosphäre halte. Lord Sterns Antwort:
Wirklich bemerkenswert, Regierungsberater und Graswurzelaktivisten auf einer Wellenlänge. Die Vision einer grünen Wirtschaft, die Lord Stern anpreist, konnte man dann diese Woche bei Solon in Adlershof bewundern. Dort stellte Mitsubishi sein iMiEV vor, das erste Elektroauto in Serienproduktion. Ab 2010 zu kaufen, auch bei Peugeot, dort unter dem weniger riechenden Namen iOn. Einen Kommentar schreiben
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